Mittwoch, 24. Oktober 2007

landwirtschaftlicher Hochwasserschutz

Die Nutzung natürlicher Rückhaltemöglichkeiten ist ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Hochwasservorsorge. Der Bund Naturschutz lud am 24.10.2007 in Diedorf zu einem Vortrag mit Dipl. Ing. agr. Joachim Aurbacher von der Universität Hohenheim, der über landwirtschaftliche Maßnahmen zum Hochwasserschutz referierte.

Es wurde unter anderem vorgestellt, wie durch Mulchsaaten, Randstreifen und Querbewirtschaftung positve Auswirkungen auf Wasserrückhalt und Bodenerosion erzielt werden können. Im Zusammenhang mit bereits bestehenden Fördermöglichkeiten wurde auf die Wirtschaftlichkeit solcher Maßnahmen verwiesen, insbesondere wenn sie kombiniert angewendet und die Kosten technischer Lösungen gegenübergestellt werden. Diese land- wirtschaftliche Vorsorge kann für extreme Hochwassersituationen nur einen bedingten Beitrag leisten und muss deshalb in Ergänzung zu den für diese Fälle notwendigen Rückhaltebecken gesehen werden.

Herr Schönauer vom Bund Naturschutz betonte anschließend den Vorrang der ökologischen Hochwasservorsorge, wies aber auch darauf hin, dass der Siedlungschutz beim HQ 100 und bei Gefahr für Leib und Leben eine Selbstverständlichkeit sei.